Blog - 09.12.2019

Die Bauabnahme - der letzte Schritt zum Traumhaus

Fast ein jeder Hausbau ist ein ziemlich langer Weg. So heißt es, einige Meilensteine zu nehmen, bevor aus dem Traum vom Eigenheim auch Realität wird. Rohbau und Richtfest sind dabei wichtige Etappen, die gefühlt die Mitte des Projektes repräsentieren. Der nächste wichtige Schritt ist dann der Innenausbau. Für eine erfolgreich abgeschlossene Bauphase sollten Arbeiten nicht mit (gefährlichem) Halbwissen ausgeführt werden, nur um die Kosten rund um das Bauen zu senken.

Nach diesem großen Schritt ist das Eigenheim theoretisch schon bewohnbar. Praktisch fehlt allerdings noch etwas. Damit kommen wir zur letzten Etappe beim Hausbau: die Bauabnahme. Diese Phase wird sozusagen mit dem Abzug der Bauarbeiter eingeläutet.

Die offizielle Bauabnahme ist ein Muss

Nach der Fertigstellung wird die sogenannte Gebrauchsabnahme vom Bauherrn beantragt. Auch diese letzte Etappe beim Hausbau kommt an Vorschriften nicht vorbei. Ob diese eingehalten wurden, überprüft das zuständige Bauamt beziehungsweise die Bauaufsichtsbehörde. Die Sicherheit steht hier im Fokus.

- Kontrolle ob der ausgeführte Hausbau mit den Vorgaben der erteilten Baugenehmigung übereinstimmt, unter Einhaltung von Vorschriften und Auflagen zum Bauen

- Kontrolle der Heizungs- und Kaminanlagen auf Funktionalität und Sicherheitsmängel durch einen Schornsteinfeger

- Kontrolle ob die Nutzung mit dem eingereichten Nutzen übereinstimmt

Erst wenn der Bauherr das amtliche Prüfprotokoll in den Händen hält, kann das Eigenheim offiziell bewohnt werden. Allerdings unter der Prämisse, dass es keinerlei Feststellung von gravierenden Mängeln gab. Andernfalls müssen diese erst bereinigt werden, bevor das Gebäude genutzt werden darf.

Bauabnahme mit dem Bauherrn - das Traumhaus wird übergeben

Für die zukünftigen Hausbesitzer / Hausbewohner ein sehr wichtiger Termin, denn das Projekt Eigenheim neigt sich nun dem Ende zu. Gleichzeitig sind mit diesem Wechsel wichtige rechtliche Aspekte verbunden.

Das Abnahmeprotokoll sollte so detailliert wie möglich ausgefüllt werden in den Bereichen: Außenkontrolle (Fassaden, Außenkonstruktionen, Dach etc.), Innenkontrolle (Leitungssysteme, Anlagen, Schlösser, Raummaße etc.) sowie bekannte Schwachstellen (Schalldämmung, Dichtungen, Sockelleisten etc.).

Festgestellte Mängel, auch klein und unbedeutend erscheinend, werden genau im Protokoll festgehalten und mit Fotos dokumentiert. Auch sollte eine angemessene Frist zur Beseitigung dieser sowie eine zweite Bauabnahme festgelegt sein. Bei gravierenden Baumängeln kann die Bauabnahme verweigert und vom Bauherrn eine unmittelbare Nachbesserung eingefordert werden.

Ein an diesem Projekt beteiligter Architekt sollte natürlich auch in dieser Phase anwesend sein.

Zudem wird Bauherren angeraten auf einen unabhängigen Gutachter bei der Bauabnahme nicht zu verzichten. Für diesen ist es ein Leichtes, typische Schwachstellen aufzudecken und damit auch Mängel beim Bauen sehr schnell zu erkennen. Er wirft auch einen geschulten Blick auf die Dinge, denen ein Bauherr vielleicht nicht die nötige Beachtung schenkt. Die Investition kann sich im Vergleich zu einer finanziellen Belastung, bei nicht entdeckten Mängeln, mehr als bezahlt machen.

Wichtig: Auch wenn man es kaum erwarten kann, endlich seine eigenen vier Wände zu beziehen, sollte ein Übergabeprotokoll niemals vorschnell unterzeichnet werden. Auch für diesen letzten Schritt beim Hausbau sollte sich die nötige Zeit genommen werden, auch zweimal hinzuschauen. Denn nach der Übergabe des Hauses an den Bauherrn liegt die Beweislast bei ihm, dass Arbeiten nicht mangelfrei und ordnungsgemäß ausgeführt wurden.


Nach einer erfolgreichen und offiziellen Bauabnahme steht dem Einzug nichts mehr im Weg. Was dann zumeist noch ansteht, ist die Gestaltung der Außenanlagen wie Garten, Wege, Pavillon, Teich und Co., oder vielleicht auch der Bau einer Garage oder eines Gartenhauses, wenn das Budget noch nicht vollständig aufgebraucht ist beziehungsweise etwas später, wenn der Geldbeutel sich wieder erholt hat. Bevor dieses Vorhaben angegangen wird, sollte sichergegangen werden, dass im betreffenden Bundesland keine Baugenehmigung erforderlich ist.

Bauen mit Profis zahlt sich aus

Jahrelange Erfahrungswerte, umfassendes fachliches Know-how, Kreativität und Leidenschaft machen das Engagement eines Profis beim Bauen in mehrfacher Hinsicht bezahlt.

Was für den einen das Eigenheim ist für den anderen ein Gewerbegebäude. Bei Architekt Franz Conen und seinem Team sind Kunden mit den verschiedenen Bauvorhaben in besten Händen. Gerne beraten und begleiten wir auch Sie bei Ihrem Projekt. Kontaktieren Sie uns gerne.




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