Blog - 19.06.2017

Architektur und Baustile

Der Begriff Architektur ist eingedeutscht aus dem Lateinischen - architectura (deutsch = Baukunst) - welches vom griechischen Begriff - ἀρχιτέκτων (architékton) hergeleitet ist. Dieses setzt sich wiederum aus zwei Worten zusammen: αρχι- (archi-), "Haupt-" und τέκτων (tékton), "Baumeister" oder "Zimmermann". Sinnbildlich könnte man diesen mit Hauptbaumeister oder Oberster Handwerker übersetzen.

Tatsächlich hat sich der Inhalt des Begriffs im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt. Sehr lange galt diese Begrifflichkeit zur Umschreibung für das Bauen jedweder Art im weitesten Sinn. Der klassische Begriff schließt verschiedene Aspekte mit ein, wie beispielsweise die Wissenschaft vom Bauen, die Werke der Architekten, die Kunst des Schaffens und Gestaltens von Räumen sowie Bauwerke im Bereich des Hochbaus.

Baustile im Wandel der Zeit

Im Bereich der Architektur gibt es eine Vielzahl von Baustilen, die für einen bedeutsamen Still auf regionaler oder internationaler Ebene stehen. Hierbei wird von einer typischen Formsprache gesprochen, welche für eine Region oder historische Epoche oder auch einen bestimmten Architekten stehen. Hauptsächlich werden die verschiedenen Baustiele nach verschiedenen zeitlichen Abschnitten eingeteilt, welche sich über die Jahrzehnte durchaus auch überschneiden können.


Zu den wichtigsten Stielen der Baugeschichte gehören unter anderem:

Mittelalter:

Romantik - wird zwischen 1000 und 1235 eingeordnet. Als charakteristische Merkmale der Romantik gelten vor allem Rundbögen und Rundbogenfenster, wuchtige und betonte Steinwände sowie massive Säulen mit blockartigen Kapitellen.

Gotik - wird mit dem Zeitraum 1140 - 1520 beziffert. In Teilen wurde einzelne Elemente aus der Romantik weitergeführt. Neu war hier jedoch die Konstruktion eines Kreuzrippengewölbes mit tragenden Rippen. Hierbei waren Gewölbeformen über die verschiedenen Grundrisse sowie weitgehende Durchbrechung der Wand möglich. Der Stil steht somit für die Einheit des ganzen Bauwerks.

Neuzeit:

Renaissance - eingeordnet zwischen 1510 - 1620. Der Baustil steht für Geometrie, Symmetrie, Proportion. Säulen, Bögen, Kuppeln, Pilaster, Lisenen und Nischen wurden nach vorgegebenen Regeln angeordnet. Der Ursprung liegt hier in Florenz und dem bedeutenden Schöpfer Filippo Brunelleschi.

Barock / Rokoko - erstreckt sich über den Zeitraum 1575-1720 / 1720-1780. entgegen dem Vorläufer lassen sich hier schwingende, konvexe und konkave Formen, Giebel, Kuppeln, Säulengruppen und Fenster mit ornamentalem Schmuck finden. Zudem wurden auch prachtvolle Wand- und Deckengemälde in die Umsetzung der Architektur eingebunden.

Klassizismus - mit 1770 - 1840 beziffert. Als bekannte Form gilt hier der sogenannte Biedermeier-Stil. Als Basis gelten hier vor allem verschiedene Formen und Ornamente aus dem griechischen Tempelbau. Teil lassen sich aber auch Elemente aus der italienischen Frührenaissance finden.

Baustile und Architektur im weiteren Verlauf

19. Jahrhundert:

Historismus - angesiedelt im Zeitraum von 1830 - 1910. Auf dem Wort basierend steht dieser Stil für ältere Stilrichtungen und deren teilweiser Kombination. Auch heute wird teilweise auf historische Bauformen zurückgegriffen. Die entstandenen Bauten werden dann auch als neohistoristisch bezeichnet.

Jungendstil - mit 1890 - 1910 beziffert. Der Baustil steht für gesamtkünstlerische Gestaltungen. Flächenhafte florale Ornamente und geschwungene Linien sind wesentliche Merkmale. Auch die Fassaden wirken nicht starr, sondern folgen der aus dem Grundriss heraus entwickelten Raumvorstellung.

20. Jahrhundert

Art déco - steht für die dominierende und vordergründige Nutzung von dekorativen Elementen. Es geht um die gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, kostbaren Materialien und Farbstärke.

Heimatschutzarchitektur - ein Stil, der sich vornehmlich in den Bereichen Siedlungsbau, Hausbau, Industriebau, Gartenkunst, Kirchenbau und Denkmalpflege.

Moderne Architektur steht für viele verschiedene Richtungen, wie beispielsweise Expressionismus, Neues Bauen, Bauhausstil, Konstruktivismus, Minimalismus, Nachkriegsmoderne oder auch Internationaler Stil.

Postmoderne - beginnt ab etwa 1959. Verwendung von Ornamenten, Schmuckwerk, Symbolen oder Zeichen sowie Glas oder bunten Farben.

Dekonstruktivismus - alles nach 1983. hierbei lassen sich Gebäude finden, die auf einfachen geometrischen Körpern, wie Kugel, Pyramide, Würfel, Kegel oder Zylinder zurückgehen.

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