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Welches Haus passt zu mir?

Welches Haus passt zu mir?
Foto: Trong Nguyen shutterstock

Heute: Reihenhaus

Eine weitere Alternative zum klassischen Einfamilienhaus.

Wand an Wand mit den Nachbarn, was für viele nach einem Albtraum klingt, ist für andere der Traum vom Eigenheim. Die Gemeinschaft vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Neben der hilfreichen Nachbarschaftsnähe entfällt bei diesem Haus zudem eine aufwendige Grundstückssuche. Und als Teil mehrerer, miteinander verbundener Gebäude lassen sich ebenfalls Kosten sparen.

Können diese möglicherweise die eingeschränkte Privatsphäre und Gestaltungsfreiheit wieder wettmachen? Moderne Konzepte offerieren Wohnkomfort und Lebensqualität.
Haben Reihenhäuser also das Potenzial für einen perfekten Kompromiss?

Klein, aber oho?

Langweilig war gestern. Das angestaubte Image der Reihenhäuser ist längst passé. Neue Reihenhaussiedlungen punkten mit modernem Design beispielsweise unter Verwendung von Flachdächern, großen Fensterfronten, lebendigen Formen und farbenfroher Außengestaltung.

Trotz einer gewissen räumlichen Einschränkung lässt sich Platz schaffen. Schmaler, doch zumeist tiefer und über 2 oder gar 2, 5 Geschosse verteilt, kann einiges an Wohnfläche konzipiert werden. Mit großzügigen Terrassen / Balkonen und zentralen Lichtschächten bieten auch Reihenhäuser durchaus Wohnkomfort.

Der Gartenanteil auf der Rückseite des Hauses ist deutlich kleiner als bei einem Einfamilienhaus oder Doppelhaus und damit natürlich auch pflegeleichter. Wer es ein bißchen großzügiger haben möchte, für den könnte ein Reihenendhaus eine kostengünstige Alternative sein. Oder aber ein Reihenhaus mit einer zusätzlichen Dachterrasse. Durch gekonnte Bepflanzung kann daraus eine einladende Oase werden.

Ein kleiner, unaufwendiger Vorgarten schmückt den Eingangsbereich und bietet zumeist auch Platz, ein Auto direkt am Haus abzustellen. Praktisch in mehrerlei Hinsicht.

Reihenhaussiedlungen in unmittelbarer Nähe zu Städten und mit kinderfreundlicher Umgebung sind eine gute Eigenheim-Lösung für Familien oder junge Paare, die eine bezahlbare Alternative zu Stadtwohnungen suchen. Ein sozial homogenes Umfeld kann zu einer großen Bereicherung und somit auch zu hoher Wohn- und Lebensqualität führen.

Was man noch über das Reihenhaus wissen sollte

Die Vorteile einer Gemeinschaft können sich allerdings auch als nachteilig erweisen. Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Vor allem bei einem Reihenmittelhaus ist etwaiges Konfliktpotenzial um einiges höher als bei einer Doppelhaushälfte oder einem Einfamilienhaus. Wand an Wand bleibt eine gewisse Lärmbelästigung nicht aus. Selbst wenn in einen guten Schallschutz investiert wurde.

Und auch Terrasse und Garten sind nur selten so geschnitten, dass sie wirkliche Privatsphäre bieten. Die Bewohner teilen bei dieser Einfamilienhaus-Alternative ihr Leben immer auch ein Stück weit mit den Nachbarn. So sind blickdichte Hecken oder bepflanzte Zäune, teilweise mit einem Extra-Sichtschutz, nicht selten. Soweit die optische und anteilig akustische Abgrenzung, welche allerdings nicht eine erforderliche Kompromissbereitschaft ersetzt. Denn Wohnkomfort und Lebensqualität sind von vielen Faktoren abhängig, nicht nur das Haus selbst spielt dabei eine Rolle.

Durch das zusammenhängende Bauen gibt es weniger Außenwände, womit auf einige Fenster verzichtet werden muss. Selbst, wenn sie leicht versetzt angeordnet sind, ist die Tageslichtzufuhr im Reihenhaus um einiges geringer.


Überschaubare Fläche und eine Gemeinschafts-Baustelle sorgen für niedrigere Ausgaben hinsichtlich Grundstück (auch bei noch nötiger Erschließung) sowie Bau- und Baunebenkosten. So sind bis zu 15% Kosten-Einsparung für das Eigenheim im Vergleich zu einem freistehenden Haus möglich.

Auch die Gestaltung der Außenfläche ist recht übersichtlich und günstig. Es gibt keinen großen Garten, keine Einfahrt und keine Garage, wie bei einem klassischen Einfamilienhaus.

Damit sind die Unterhalts- und Nebenkosten im Gegensatz zu einem Einfamilienhaus ebenfalls deutlich geringer. Rücklagen lassen sich ohne größere Einschnitte bilden. Und auch die Energiekosten sind um einiges niedriger. Vor allem bei einem Reihenmittelhaus, durch die gegenseitige Isolation der Häuser. Grundsätzlich punkten neuere Siedlungen mit hohen Standards und Energieeffizienz. Nicht unwichtig auf die Zukunft gesehen.

Die richtige Wahl treffen

Die Bedürfnisse aber auch die Wünsche an das Eigenheim sind so unterschiedlich wie die zukünftigen Bewohner. Welcher Haustyp der passende ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Natürlich spielen auch die Kosten eine wichtige Rolle. Ein Reihenhaus gilt als bezahlbare Alternative zum klassischen Einfamilienhaus. Moderne Konzepte stehen für hohen Wohnkomfort und Lebensqualität. Trotz Einschränkung der Privatsphäre und notwendiger Kompromissbereitschaft.

Bei einer Entscheidung sollten also alle Vorteile und Nachteile in die Waagschale geworfen werden. Um dann zu definieren, wie diese mit den persönlichen Anforderungen an das eigene Haus harmonieren.

Das Architekturbüro F. Conen begleitet schon seit Jahren Kunden auch bei der Realisierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Projekte rund ums Bauen sind hier in guten Händen.



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