Blog - 25.06.2016

Passivhaus oder Niedrigenergiehaus?

Geht es um den Bau eines Einfamilienhauses oder auch Mehrfamilienhauses, so hat jeder Bauherr seine eigenen Vorstellungen in Bezug auf das Design und ganz unterschiedliche Ansprüche im Hinblick auf die Nutzung. So möchten die einen viel Glas verbaut haben, während die anderen Holz bevorzugen. In vielen Fällen ist das Satteldach so konzipiert, dass ein späterer Ausbau ohne weiteres möglich ist oder generell kann die Wohnfläche mittels Anbau erweitert werden. Die Varianten sind hierbei ganz vielfältig.

Doch gerade in der heutigen Zeit gibt es noch einen wichtigen Punkt, den jeder Bauherr mitbedenken sollte - die Energiekosten. Ziel sollte es sein, auch die Energiekosten in Zukunft möglichst gering zu halten. Diesbezüglich fallen Begriffe wie Passivhaus und Niedrigenergiehaus. Beide finden immer mehr Anklang bei Bauherren, unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen.

Niedrigenergiehaus

Als ein Niedrigenergiehaus bezeichnet man ein Gebäude, dessen Heizwärmebedarf unter 70 kwh/qm und 5l Energiebezugsfläche im Jahr liegt. Wichtig hierfür ist eine entsprechende Wärmedämmung, aber auch andere Maßnahmen wie zum Beispiel die Nutzung der Sonnenenergie oder eine Wärme-Schutzverglasung, um eine bestmögliche Isolierung zu erzeugen. Ist eine kontrollierte Lüftung vorhanden, ist eine optimale Wärmerückgewinnung von 80% möglich. Weitere Punkte, die bei einem Niedrigenergiehaus berücksichtigt werden sollte, sind u.a. ein Niedrigtemperaturkessel für die Heizung und eine Dämmung, die zwischen 20 und 40 cm dick sein sollte. Ein Niedrigenergiehaus kann als Neubau realisiert werden, aber auch Altbauten können entsprechend saniert werden. Hier sollte allerdings eine detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt werden.

Passivhaus

Mit einem Passivhaus geht man noch einen Schritt weiter. Bei einem Passivhaus liegt der Heizwärmebedarf bei maximal 15 kwh/qm und 1, 7l Energiebezugsfläche im Jahr. Ein deutlicher Unterschied zum Niedrigenergiehaus. Hier sind Einsparungen bei der Heizenergie von mindestens 70% möglich, im Vergleich zum Niedrigenergiehaus. Passivhäuser sind so konzipiert, dass im Prinzip keine Heizung benötigt wird. Ausnahmen bilden hierbei lediglich sehr lange, harte Winter. Ansonsten gelangt durch die großen Glasfronten ausreichend Sonne ins Innere des Hauses, um genug Energie zu gewinnen - der Standort des Hauses ist hierbei zu berücksichtigen.

Auch bei einem Passivhaus, für dessen Bau der Bauherr eine kommunale Unterstützung beantragen kann, sind weitere Punkte zu beachten. Dazu gehören unter anderem eine dreifache Verglasung der Fenster und eine Solartherme zur Erwärmung von Brauchwasser. Bei einem Passivhaus müssen zwei Aspekte berücksichtigt werden. Zum einen geht es darum, den Verlust von Wärme zu vermeiden, gleichzeitig muss der Gewinn von Wärme gesteigert werden. Es dürfen keine Wärmebrücken entstehen. Mittels Sensoren an den Anlagen von Heizung und Lüftung kann das Passivhaus selbst ermitteln, wann Energie benötigt wird und wann nicht.

Unterstützung vom Fachmann

Wollen auch Sie in Zukunft nicht mehr abhängig von sinkenden oder steigenden Energiepreisen sein, dann ist das Architekturbüro Conen der passende Partner an Ihrer Seite. Passiv- und Niedrigenergiehäuser zählen zu unseren Spezialgebieten. So bleiben die Energiekosten in einem angemessenen Rahmen. Wir unterstützen Sie dabei in allen Belangen wie beispielsweise Planung, Berechnung der Statik oder Übernahme der Bauleitung. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu diesem weitläufigen Thema.

Natürlich sind Architekt Franz Conen und sein Team auch Ansprechpartner, wenn es um Sanierung, Aus- und Umbau vorhandener Immobilien, Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern geht. Auch Industriebau und jedwede Gutachten sind ein Teil unseres Portfolios. Profitieren Sie von umfassendem Fachwissen und jahrelanger Erfahrung in allen Bereichen rund um das Thema Bauen. Übersenden Sie uns eine unverbindliche Anfrage und überzeugen Sie sich selbst.




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